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  Jubiläums-Turnfahrt  25. - 27. August  2023
                                          nördlicher Bodensee

Pünktlich um 08:25 Uhr bestiegen in Weinfelden ca. 30 Turner der Männerriege Märstetten in den Zug Richtung  Konstanz.
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Aufgrund des Appenzellers, welchen uns der FTV zum 75. Jubiläum schenkte (vielen Dank!), war bereits das Durchzählen am Anfang eine echte Herausforderung. Unter dem Kommando von Stefan Scherrer und Willi Mathys, welche diese wunderbare Reise organisiert haben, wurde nochmals durchgezählt und die Anzahl der Mitreisenden auf 29 festgelegt.
In Konstanz schlenderten wir zum Schiff der URh-Schifffahrt und genossen erst mal eine herrliche, morgendliche Schiffstour durch den Seerhein und den Untersee.
In Wangen DE durften wir ein E-Bike in Empfang nehmen und konnten nach kurzer Instruktion unsere Waden schon mal ein bisschen in Schwung bringen. Dank der elektrischen Unterstützung fuhren wir wie auf Wolken durch Wald- und Wiesenwege nach Gundholzen, wo wir am Seeufer einen echten deutschen Wurst-Käse Salat mit und ohne Käse zu Mittag kredenzt bekamen.
Für die Einen hiess es: ab in den See, bis sie merkten, dass sie 500 Meter rauslaufen mussten, bis es zur körperlich-kritischen Kaltwassergrenze für Männer kommen könnte.
Nach dieser Stärkung radelten wir sagenhafte 15 Minuten weiter bis nach Moos. Im Hafenrestaurant stürzten wir uns auf die Eiskarte. Leider wurde vergessen, dass die Eiskühltheke am besten mit Strom funktioniert und die Eissorten waren – na, ja - flüssig. Mit Apfelstrudel, Crêpes und Pommes konnten doch noch alle zufrieden gestellt werden.
Zügig fuhr die Männerschar nach Radolfzell und konnte beim Hotel die Fahrräder heil wieder abgeben. Nach dem Zimmerbezug fuhren wir mit dem Bus in die Stadt, genossen an der Seebar einen Apéro und wurden dann bei Oma Liesele mit einem leckeren Nachtessen verwöhnt.
Die Reiseleiter wussten schon, warum sie der Rezeption einen Weckruf in Auftrag gegeben hatten. Wer ist wann ins Bett gegangen, das war die Diskussion beim Morgenessen. Man munkelt, dass die einen eventuell länger zu Fuss von der Stadt zum Hotel brauchten, als die Zeit, die sie den ganzen Tag auf dem Sattel verbracht hatten.
Mit dem Zug fuhren wir von Radolfzell nach Ludwigshafen und besichtigten die Global Player Wand des Künstlers Peter Lenk. "Merkels Angela" wurde ganz gut getroffen, allerdings nicht ganz Jugendfrei.
Eine schöne Höhenwanderung, hoch über dem Überlinger-See, führte uns nach Sipplingen. Diesmal genossen fast alle das erfrischende Bad im See. In Überlingen kehrten wir zum Mittagessen ein. Dabei gab es leckere Kässpätzle oder Spinatknödel, wobei einer die Spinatknödel tatsächlich gegen Pommes eintauschte.

Mit dem Schiff ging es weiter, bei strömendem Regen vorbei an der Insel Mainau nach Meersburg. Hier durften wir beim Staatsweingut Meersburg eine Weinverkostung geniessen und erfuhren, dass die vor Jahren einfach mal unsere Rebsorte "Müller Thurgau“ geklaut haben. Aber sie haben einen guten Tropfen daraus gemacht.

Die Wasserfrösche trennten sich jetzt von den Trockenenten.
Letztere fuhren direkt mit dem Bus zum Hotel und die Wasserfrösche hüpften fröhlich durch die Pfützen und Rebberge Richtung Fischbach. Nach dem Zimmerbezug konnten wir im Hafenrestaurant ein hervorragendes Nachtessen geniessen.
Eine kleine Schar zog weiter zum Bahnhof. Da soll es eine 80/90er Party gegeben haben. Ja, gab es. Wie war es…gut…keine weiteren Ausführungen.

Trotz Regen hatte der Sonntag sehr gut angefangen - wir erinnerten uns plötzlich, dass „Unspunnen“ läuft! Der Lokalmatador Samuel Giger und spätere Sieger hatte bereits seinen ersten Gang gewonnen!!!

Unsere Reiseleiter waren unglaublich flexibel und hatten unsere Reise täglich der Witterung angepasst. Da Petrus am Sonntag überhaupt kein schönes Wetter präsentieren konnte, wurde kurzerhand eine Tour im Dornier Museum Friedrichshafen organisiert. Dabei erfuhren wir  – ähm, weiss nicht mehr alles – nebenbei lief der 3. Gang. Ach ja, Claude Dornier hat die deutsche Luft- und Raumfahrt revolutioniert und vieles mehr. Danke Dornier, dass wir fliegen können.

Dank Google-Rezensionen fand die Reiseleitung eine leckere Pizzeria, die uns in Rekordzeit mit Pizza und Pasta verköstigte. Und es bestellte niemand mehr Pommes...

Nachher ab auf den Katamaran und in einer knappen Stunde nach Konstanz "gekatamarant". Kaum angekommen, empfing uns ein Stadtführer. Zwei Stunden lang entführte er uns in die verruchte Vergangenheit von Konstanz, wo ein unchristlicher Papst gewählt wurde und wohl das weltweit einzige Prostituiertendenkmal „Imperia“ seine Runden dreht. Ja, die Konstanzer haben es faustdick hinter den Ohren, aber sie haben ja auch uns Schweizer als Nachbarn. Der Abschluss folgte im Brauhaus Joh. Albrecht von und zu Konstanz, bei Weisswurst, Brezel und Bier.
Mit schönen Eindrücken, vielen Erlebnissen, lustigen Situationen und guter Kameradschaft endete eine wundervolle Männerriegenreise

Es bleibt mir die Ehre, den beiden Organisatoren, Steff und Willi, für die hervorragend organisierte Reise, die Flexibilität und die Zeit, die sie investiert haben, herzlich zu danken.

Chrigel Hofer, das jüngste Mitglied der Männerriege Märstetten.

Hier noch einige Impressionen: